18 Okt 19

Günther Testkönig für BMW, 21 Autos durch eine Sekunde getrennt 

Max Günther von BWM i Andretti Motorsport fuhr bei den vorsaisonalen Tests die schnellste Zeit – hinter ihm kamen die anderen Fahrer im Sekundentakt über die Ziellinie. Machen Sie sich bereit für die wohl wettbewerbsstärkste Saison der ABB FIA Formula E Championship. 

Trotz nur einjähriger Erfahrung in der ABB FIA Formula E Championship legte Max Günther von BMW i Andretti Motorsport in den vorsaisonalen Tests 2019/20 die schnellste Runde mit einer Zeit von 1:15:087 hin. Der BMW-Neuling behauptete sich während der drei Tage an der Spitze der Gesamtwertung und landete konsequent unter den ersten sieben. Hinter ihm lag Pascal Wehrlein von Mahindra Racing mit einer Rundenzeit von 1:15:190 und danach Nico Müller von Geox Dragon mit einer Zeit von 1:15:198.   

Günthers Leistung zeigt sich ein Jahr nachdem BMW die Tests mit Antonio Felix da Costa und Alex Sims am Steuer dominiert hatte. Trotz des starken Starts verlor die Marke nach der zweiten Runde in der Saison 2018/19 ihre Führung. 

Dem amtierenden Meister und DS Techeetah-Piloten Jean-Eric Vergne gelang am Montag im ersten Test der dritte Platz. Der zweifache Champion sagt, er müsse nichts beweisen, möchte aber trotzdem an seine beeindruckende Formula E Karriere anknüpfen und einen dritten Titel sichern.

Andre Lotterer und Neel Jani, das neue Duo von TAG Heuer Porsche, schaffte es nicht in die Top Ten der schnellsten Zeiten. Lotterer sicherte sich am Nachmittag des zweiten Testtages den 11. Platz. Die bescheidene Herangehensweise des Teams an die Formula E mit ihrem „Start from zero“ Slogan in Kombination mit den Testergebnissen lässt vermuten, dass die deutsche Marke noch einen langen Weg vor sich hat, um mit der neuen Herausforderung zurechtzukommen. 

Eine bemerkenswerte Abwesenheit in der oberen Hälfte der Rundenzeiten zeigte Mercedes-Benz EQ-Neuling Nyck de Vries, der während der drei Testtage in der unteren Tabellenhälfte blieb. Nach dem Gewinn der Formel-2-Meisterschaft kämpfte de Vries schon früh mit technischen Problemen, bevor er am zweiten Tag gegen die Mauer stieß. 

Im Vergleich zu seinem Teamkollegen Stoffel Vandoorne schaffte es der Belgier weiter nach oben, fuhr dennoch an keinem der drei Testtage unter die Top Ten. Trotz der Erfahrungen mit Mercedes HWA Racelab wird es erst die Zeit zeigen, ob das Mercedes-Benz EQ Werksteam ein konkurrenzfähiger Herausforderer ist. 

Das neu benannte NIO 333-Team hatte Mühe, einen Platz über Zwanzig zu erreichen. Der erfahrene Formula E Fahrer Oliver Turvey setzte sich schließlich vor seinen neuen Teamkollegen Ma Qing Hua. Ma erreichte in den drei Tagen als besten Platz den 21. und Turvey den 18. Platz. 

Nach diesen drei Testtagen auf der Rennstrecke werden die Autos und Fahrer beim Saisonauftakt am 22. November in Saudi-Arabien das nächste Mal gegeneinander antreten.